Am letzten Tag vor den Osterferien fand an unserer Schule die inzwischen schon zur Tradition gewordene Solibrotaktion statt, die von der stellvertretenden Schulleiterin Karin Hader organisiert worden war. Im Vorfeld hatte sie zusammen mit ihrer dritten Klasse recherchiert, welches Land besonders Hilfe nötig hat. Dabei stießen sie auf das westafrikanische Land Burkina-Faso, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Die Computer AG der dritten Klasse suchte nach genaueren Informationen und Bildern und war sehr betroffen vom Elend der Kinder dort. Viele Kinder werden zu schwerer Arbeit herangezogen, um ihre Familien finanziell zu unterstützen und dürfen deshalb keine Schule besuchen. Sie arbeiten bis zu 14 Stunden am Tag unter zum Teil lebensgefährlichen Bedingungen in den Goldminen. In den Steinbrüchen zerschlagen schon fünfjährige Kinder stundenlang in gebückter Haltung schwere Steine zu Baumaterial. Auch gibt es immer noch Kinderhandel, der zu sklavenähnlichen Lebensbedingungen führen kann. In den Familien fehlt es an Nahrungsmitteln und Trinkwasser, die Kindersterblichkeit ist eine der höchsten weltweit.

Die Eltern, Lehrer und das Personal der Grundschule Rodachtal konnten im Vorfeld nicht nur Solibrote, sondern auch verschiedene Erzeugnisse aus diesem Land bestellen, die am Solibrottag vor der ersten Pause in den einzelnen Klassen verteilt wurden. Zudem hatten die Drittklässler Eltern und Großeltern um 10 Uhr zu einer Kaffeestube in die Pausenhalle eingeladen. Mit dem Lied „Wir wollen helfen“ stimmten sie die Gäste auf die Solibrotaktion ein. Nun begrüßte Frau Hader alle Anwesenden. Jetzt waren die Schüler an der Reihe. Sie erinnerten an das reichhaltige Frühstücksbuffet, das etwa alle sechs Wochen von einer Klasse für die gesamte Schulfamilie zubereitet wird. „842 Millionen Menschen auf der Welt jedoch haben nicht genug zu essen, 400 Millionen Kinder haben kein sauberes Trinkwasser und 640 Millionen Kinder haben kein Bett, in dem sie schlafen können“, berichteten die Drittklässler. Die Kinder der Computer AG hatten eindrucksvolle Plakate und bebilderte Informationsblätter erstellt, mit deren Hilfe sie den Eltern und Großeltern nochmals das Elend der Kinder in Burkina Faso erläuterten. Die Drittklässler dankten allen, die ihre Aktion durch Bestellungen, das Backen von Kuchen oder den Besuch des Elterncafés, unterstützten. Rektorin Annegret Hümmrich bedankte sich bei Frau Hader und ihrer Klasse herzlich für die Organisation und Durchführung des Solibrottages. „Kinder haben es nicht in der Hand, in welche Lebensumstände sie hineingeboren werden. Auch Schulkinder können mit ihrem Taschengeld Kindern helfen, die in Not geraten sind.“ Mit diesen Worten gab sie das tolle Spendenergebnis der internen Sammelaktion bekannt, bei der jeder Schüler freiwillig 1 € oder mehr von seinem eigenen Taschengeld für die Kinder in Burkina-Faso spenden konnte. Dabei kam die stolze Summe von 126 € zusammen. Mit dem von allen Anwesenden gesungenen Kanon „Burkina Faso, das ist ein armes Land - wir wollen helfen und das mit Herz und Hand“ wurde dann die Kaffeestube eröffnet, in der die Gäste von den Drittklässlern bedient wurden. Auch hier zeigten Eltern und Großeltern eine große Spendenfreudigkeit.

Insgesamt kann nun die dritte Klasse mit ihrer Lehrerin Karin Hader den stattlichen Reinerlös von 588,50 € an eine Hilfsorganisation zugunsten des Landes Burkina Faso überweisen.

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