Nach den Pfingstferien fand der Projekttag „Mobilität“ an der Grundschule Rodachtal statt. Dabei ging es um die Themen „Es geht auch ohne Elterntaxi“ und „Sicherheit am und im Schulbus“.

Bereits im Vorfeld hatten alle Schüler in der Pausenhalle mittels eines Fähnchens auf einer Karte sämtlicher Marktrodacher Wohngebiete die Lage ihres Hauses in der entsprechenden Straße gekennzeichnet. Am Projekttag wurden zunächst für fünf festgelegte „Walking Bus-Linien“ über 20 Plakate mit bunten Schuhen gestaltet, die entlang dieser Laufbuslinien aufgehängt werden sollen. Jede dieser fünf Linien hat eine eigene Farbe und ist ab sofort auch auf der Karte in der Pausenhalle entsprechend eingezeichnet.

 

Die Viertklässler erstellten am Computer im Programm „Paint“ verschiedene passend bebilderte Aufrufe wie z.B. „Es geht auch ohne Elterntaxis“, „Auch der Schulweg bildet“ oder „Auf dem Schulweg treffe ich Freunde“. Das Kennzeichnen der Fußgängerbereiche vor dem Schulgelände durch Aufmalen bunter „Keith Harring-Männchen“ mit gelber Straßenmarkierungsfarbe fiel durch plötzlichen Regen buchstäblich ins Wasser, wurde aber am Folgetag nachgeholt. Nach wie vor halten nämlich immer wieder unbedachte Eltern dort, anstatt den großen Schulparkplatz zu nutzen.

                                           

Nach der Pause erkundeten dann Schüler und Lehrkräfte entsprechend der Wohngebiete in fünf verschiedenen Lauftrupps gefährliche Stellen der einzelnen Strecken und mögliche Treffpunkte, damit die Schüler als „Walking Bus“ gemeinsam zur Schule laufen können. Hierbei wurde bei jeder Laufstrecke nicht auf den kürzesten, sondern auf den sichersten Schulweg geachtet. Ziel der Schule ist es, möglichst viele Kinder in den am Morgen hellen Jahreszeiten zum Laufen zu motivieren, um dadurch die Anzahl der täglichen Elterntaxis weiter zu reduzieren.

        

 

Für alle Buskinder gab es nach der Pause ebenfalls ein spezielles Angebot mit Herrn Helmut Förtsch von der Kronacher Verkehrswacht, Herrn Heiko Sesselmann von der Polizei und Frau Graß, die mit dem Schulbus da war. Es wurde das Verhalten im und vor dem Schulbus trainiert und die Gefahren des toten Winkels eindrucksvoll demonstriert. Ganz praktisch wurde am Schulbus ausprobiert, wo genau die Stellen sind, an denen Schulkinder für den Fahrer unsichtbar sind. Mit einer Plane war der gefährliche seitliche tote Winkel ausgelegt, auf den sich die 34 Schüler stellen mussten. Jedes Buskind durfte auf dem Fahrersitz Platz nehmen und konnte so erleben, dass die ganze Busgruppe im Spiegel nicht zu sehen war. Für die Kinder war diese praktische Übung ein lebenswichtiges Ereignis und brachte sie zum Nachdenken.

   

Trainiert und genau besprochen wurden aber auch sehr eindrucksvoll das Verhalten im und am Schulbus sowie das geordnete Einsteigen der Reihe nach. Dabei ging es auch um die allerwichtigsten Regeln: Niemals vor oder hinter dem haltenden Schulbus über die Straße laufen, mindestens einen Meter Abstand zum heranfahrenden Bus halten sowie „Anschnallen ist Pflicht“!

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